Gut ausgebildetes Sicherheitspersonal: Wenn ein Aufzug stecken bleibt, kann jeder helfen

Sie alle tragen Sakko, eine schicke schwarze Stoffhose und Lederschuhe. Dass es sich um die Sicherheitsmitarbeiter im Centro handelt, ist zumindest durch das Outfit nicht erkennbar. Wie die Türsteher von der Disco um die Ecke sehen sie nämlich nicht gerade aus. „Alle Mitarbeiter verstehen sich als Concierge, wie im Hotel. „Schließlich soll sich der Kunde immer wohlfühlen“, sagt Philip Marz, der für den Marketingbereich im Centro zuständig ist.

„Könntest du den Ball festhalten, hier ist Ballspielen verboten“, sagt Norbert Spitzer zu einem kleinen Jungen. Spitzer ist eigentlich in der Leitstelle des Sicherheitsteams tätig und beobachtet dort unter anderem die Überwachungskameras, beaufsichtigt die Kühl- und Heizungsanlagen oder leitet Anrufe an Polizei und Feuerwehr weiter. Heute dreht der gelernte Elektriker ausnahmsweise mal eine Runde durch die Mall und sorgt dafür, dass die Hausordnung eingehalten wird. „Die Feuerlöscher überprüfen wir zweimal täglich. Außerdem kontrollieren wir täglich die Brandschutztüren“, erklärt Spitzer. Und um alle Bereiche des Innenbereichs systematisch überwachen zu können, ist das Team in Zonen eingeteilt, um die Überwachung des Einkaufszentrums, der Promenade und der acht Parkhäuser sicherzustellen. Zusätzlich fahren sogenannte „Alarmfahrer“ mit Pkws über das Gelände, um sich auf dem 54 Hektar großen Areal schnell von A nach B fortbewegen zu können. „Wenn wir Rettungswagen einweisen, muss es schnell gehen.“ Und auch dann, wenn es um die Befreiung von Personen in steckengebliebenen Aufzügen geht. „Länger als fünf Minuten brauchen wir nicht“, so Spitzer. Schließlich ist jeder Sicherheitsmitarbeiter ein Ersthelfer für die Aufzugsbefreiung und kann eingreifen.

 

Quelle: WAZ/NRZ Oberhausen (03.08.2016)

WAZ/RRZ Bericht (03.08.2016)